Die zweitgrößte Stadt im Land Brandenburg ist mit derzeit knapp über 100 000 Einwohnern Cottbus an der Spree. Sie ist eine kreisfreie Stadt und eines der nunmehr vier Oberzentren im Bundesland Brandenburg. Die anderen drei sind Potsdam, Frankfurt an der Oder und die Stadt Brandenburg. Cottbus gilt auch als kulturelles und politisches Zentrum der in der Niederlausitz lebenden sorbischen Minderheit. Das Stadtgebiet nimmt eine Fläche von mehr als 160 Quadratkilometern ein. Cottbus befindet sich etwa im Dreieck der Städte Berlin, Dresden und Zielona Gora in Polen und ist von diesen jeweils rund 100 km entfernt. Die Stadt liegt auf dem Gebiet des Landkreises Spree-Neiße und wird von diesem vollständig umschlossen.
Die Siedlungsgeschichte von Cottbus kann im Gebiet der jetzigen Altstadt bis auf etwa 2000 Jahre zurück verfolgt werden. Schon im 3. und im darauf folgenden 4. Jahrhundert siedelten sich hier germanische Stämme an. Etwa 200 Jahre später sickerten aber auch slawische Stämme ein, so dass es schon zeitig zu einer Vermischung kam. Letztere erbauten an den Ufern der Spree einen slawischen Burgwall. In dessen Schutz siedelten sich darauf hin die Wenden an, deren Siedlung bereits frühstädtische Züge aufwies. Allerdings wurde Cottbus als Stadt erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt.
Seinen wirtschaftlich größten Aufschwung erlebte Cottbus zu Zeiten der DDR als Mittelpunkt der Kohle und Energiewirtschaft. Die im näheren und weiteren Umkreis gelegenen Braunkohletagebaue wie Schlabendorf, Seese, Greifenhain, Welzow, Jänschwalde oder Cottbus-Nord versorgten die Braunkohlekraftwerke Lübbenau, Vetschau und Jänschwalde mit Brennstoff. Die Beschäftigten der Tagebaue und Kraftwerke mussten natürlich untergebracht werden und es entstanden neue Wohnsiedlungen beträchtlichen Ausmaßes. In Cottbus selbst wurden damals ganze Stadtteile aus dem Boden gestampft. So entstand im Süden von Cottbus der Stadtteil Sachsendorf und im Norden wurde dem bereits vorhandenen Stadtteil Schmellwitz ein eigenständiges Neubaugebiet hinzu gefügt. In den 80 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erreichte die Zahl der Einwohner die Marke von 100 000. Cottbus wurde damit zur Großstadt. Da die Kraftwerke und Tagebaue nach der deutschen Wiedervereinigung überwiegend geschlossen wurden, ist die Einwohnerzahl rückläufig.
Die Innenstadt von Cottbus gewann wieder eine größere Bedeutung. Sehr schön restauriert wurden nun auch die Gebäude um den Altmarkt und die Bürgerhäuser in der Spremberger Straße und in der Bahnhofstraße. Cottbus war und ist eine fußballbegeisterte Stadt. Der im Stadion der Freundschaft spielende FC Energie war über lange Jahre immer wieder in der 1. Bundesliga vertreten und fungiert, nachdem er nun in der 2. Liga spielt, gern einmal als Pokalschreck für höherklassige Mannschaften.