Archiv für die Kategorie ‘Reiseberichte’

Eine Tour durch Brandenburg

Montag, 25. Oktober 2010

Das Bundesland Brandenburg bietet ein abwechslungsreiches und vor allem sehenswertes Programm aus Kultur, Natur, Architektur, Geschichte und Landschaft. Für manchen Besucher ist es kaum zu glauben, dass es sich im Osten Deutschlands so schön Urlaub machen lässt.

Eine unglaublich abwechslungsreiche und lohnenswerte Tour durch Brandenburg ist die, durch die einzelnen Landschaften des Bundeslandes. Einmal rund um Berlin und Potsdam. Es bietet sich an zur Landeshauptstadt Potsdam mit dem Zug zu reisen und sich dort einen Leihwagen zu mieten. Von hier aus lässt sich das Brandenburgerlang angenehm im Uhrzeigersinn erkunden.

Die einwohnerreichste Stadt Potsdam glänzt durch seine Historie. Sie war die Residenzstadt von Preußen, weshalb hier noch etliche und vor allem einzigartige Schlösser mit Parkanlagen bestehen. In 1990 wurden die Potsdamer Kulturlandschaften von der UNESCO auf die Liste der Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen. Die Universitätsstadt Potsdam gilt mit ihren drei Hochschulen und über dreizig Forschungszentren als Wisenschaftszentrum.

Nach einer Besichtigung der Landeshauptstadt bietet die nächste Autovermietung die Möglichkeit ein Auto zu leihen und die Tour durch das östlichste Bundesland der Bundesrepublik zu starten. Jede einzelne Landschaft Brandenburgs birgt ihre eigenen Besonderheiten. Das Havelland nimmt in der Geschichte Brandenburgs einen historischen Stellenwert ein. Außerdem zählt es zu den Naherholungsgebieten Berlins. Weiter in Richtung Nordwesten erreichen wir Ostprigniz-Ruppin und Prignitz. Teile von Pregnitz gehören heute zu Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das Flachland ist hier neben Wäldern und Heidelandschaft von landwirtschaft geprägt. Über die Hälfte der Fläche der Region Oberhavel im Norden von Berlin sind Landschafts- und Naturschutzgebiete. Richtung Nordosten kommen wir nach Uckermark und Barnim. Diese Regionen sind perfekt geeignet für den Natururlaub in Brandenburg. Weiter im Uhrzeigersinn durchfahren wir das märkische Oderland und kommen nach Frankfurt/Oder sowie Oder-Spree. Auch diese politisch geprägten Gebiete begeistern durch ihren geschichtlichen Hintergrund. Mit zahlreichen Kulturangeboten wie Theater und Museen begeistert die Stadt Cottbus im Südpsten Brandenburgs. Nach Potsdam ist Cottbus die zweit größte Stadt des Bundeslandes. Durch Dahme-Spreewald mit einem kleinen Stopp in Teltow-Fläming erreichen wir wieder die Stadt Potsdam.

Die Brandenburg-Tour endet passend, um den Leihwagen wieder zurückzubringen und den Zug gen Heimat zu nehmen.

Schloss Boitzenburg

Montag, 22. Juni 2009

Brandenburg so wie wir es heute kennen war lange Zeit der historische Kern des preußischen Staates und damit auch ein Anziehungspunkt für Zuwanderer. Die Zuwanderer hatten einen starken Einfluss insbesondere auf der kulturellen Ebene. Es sind viele Monumente aus verschiedenen Zeitepochen geblieben, so wie Schlösser, Burgen, Kirchen und Parkanlagen. Zu den bestehenden Anlagen gehört auch das Schloss Boitzenburg.
Es liegt in der Uckermark, ca. 110 km nördlich von Berlin und ist das größte Schloss der Region. Das Schloss war über Jahrhunderte der Stammsitz der Familie von Armin. Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde es restauriert und heute ist es ein Kinder- und Jugendhotel.
Die Geschichte von diesem Schloss fängt vor Jahrhunderten an und zwar wurde das Schloss erstmalig 1276 erwähnt, man spekuliert jedoch dass es bereits 1250 angelegt wurde. Das Schloss Boitzenburg wurde 1398 zurück von den Mecklenburgern erobert. Ab 1528 ging das Schloss in den dauerhaften Besitz der Familie Arnim über. Das Schloss wurde in Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört. Danach 1838-1842 wurde es von Friedrich August Stüler in einem anderen Stil als es ursprünglich gebaut wurde erweitert und seinem ursprünglichen Aussehen angenähert.
Das Schloss Boitzenburg befindet sich auf der Insel, die von Peter Joseph Lenne 1840 in einen atemberaubenden Landschaftspark verwandelt wurde.
Auf dieser Insel wurde unteranderem auch die Außernaufnahme zu dem Film Napoleon ist an allem schuld gedreht.
Im Jahre 1945 war das Schloss nicht mehr unter der Herrschaft der Familie von Arnim sondern wurde als eine Ferienanlage von NVA(Nationale Volksarmee)-Offiziere genutzt. Nachdem Deutschland wiedervereinigt wurde hatte das Schloss keine weitere Funktion bis schließloch sich ein Investor aus Hamburg fand und sich bereit erklärte ein neues Projekt zu starten. Dieses Projekt war das Schloss Boitzenburg in einen Kinder- und Jugendhotel umzuwandeln.
Dieser Umbau wurde unter anderem vom Land Brandenburg mit gefördert. Die Politiker glaubten fest daran, dass der Umbau eine Rettung des historischen Monumentes sei. Des weiteren sollte die Wirtschaft damit auch angekurbelt werden und Touristen angezogen werden.