„Ich fühl mich so Brandenburg“ sagen die einen und meinen damit nichts Gutes. Doch wer sich einmal ernsthaft in Brandenburg umsieht, der wird viele kleine Schätze finden, für die sich eine Reise nach Brandenburg jederzeit lohnt. In landschaftlicher Hinsicht ist das Schlabetal einer dieser Schätze, der Augen leuchten und Herzen höher schlagen lässt.
Nicht mal eine Autostunde von Berlin entfernt, liegt dieses herrliche Bachtal, etwa auf halbem Wege von Frankfurt nach Cottbus. Hier findet man alles, was ein gestresstes Herz begehrt und wer schon entspannt ist, wird sich hier erst recht wohl fühlen. In nahezu unberührter Natur können Sie die Seele baumeln lassen, verschiedenen, sportlichen Freizeitmöglichkeiten nachgehen oder die vielen, zum Teil seltenen Tier beobachten, die in diesem kleinen Paradies ein zu Hause gefunden haben.
Besonders im Sommer stellt das Schlabetal einen idealen Urlaubsort für Jung und Alt dar, da die vielen Seen der Umgebung das Schlabetal auch zum perfekten Ziel für einen Badeurlaub machen. Doch auch wenn die Temperaturen das Baden im See noch nicht oder nicht mehr zulassen, kann man am See seine Freude haben. Denn sowohl mit dem Segel- als auch mit dem Ruderboot kann man sich auf den verschiedenen Seen wunderbare Stunden machen.
Wenn aber das Wasser einfach nicht Ihr bevorzugtes Element ist, gibt es im Schlabetal auch jede Menge andere Möglichkeiten sich zu entspannen oder aber endlich mal wieder richtig aktiv zu werden.
Erkunden Sie die Gegend doch auf dem Fahrrad. Durch das gesamte Bachtal führen gut befahrbare und prima ausgeschilderte Radwege. Über schlechte Buckelpisten und widersprüchliche oder gar fehlende Schilder braucht man sich hier zum Glück nicht zu ärgern. Und auch, wer lieber wandert, findet dazu im Schlabetal reichlich Gelegenheiten, denn auch die Wanderwege durch das Bachtal können sich wirklich sehen lassen und ermöglichen herrliche Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen.
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Schlabetal – Ein kleines Paradies mitten in Brandenburg
Freitag, 04. März 2011Das holländische Viertel in Brandenburg
Freitag, 05. November 2010In letzter Zeit wurde die Bildung ausländischer Gemeinden ja meist sehr kritisch beäugt, mit mangelnder Integration gleichgesetzt und als dringend zu lösendes Problem betrachtet. In Brandenburg findet sich hingegen ein solches Viertel, das weder für die Brandenburger noch für die Bewohner der Gemeine ein Problem darstellt: das holländische Viertel.
Mitten in der Stadt liegt dieses urige Stadtviertel, in dem die Uhren plötzlich auf holländisch ticken. Und es blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn schon 1733, als die Arbeiten für die zweite Stadterweiterung Brandenburgs begannen, begann auch die Geschichte des holländischen Viertels. Zu verdanken hat die Stadt das beliebte Viertel dem damaligen Leiter der Stadterweiterung, dem Holländer Johann Boumann. Unter seiner Führung entstanden die 134 Häuser, natürlich – wie könnte es anders sein? – aus rotem Backstein und mit Giebel. Über vier Blöcke, die durch die Benker- und die Mittelstraße laufen, erstreckt sich das Viertel, das als das größte Kulturdenkmal im holländischen Stil in Europa gilt – von den Niederlanden selbst natürlich einmal abgesehen.
Sehr groß ist das Viertel also nicht, aber dennoch hat es sich in sich und wer eine Reise nach Brandenburg macht, sollte dem holländischen Viertel unbedingt einen Besuch abstatten. Denn das echt holländische Gefühl mitten in Brandenburg hat etwas herrlich sonderbares. Es gibt urige kleine Cafés und Kneipen und jede Menge kleine Lädchen mit skurrilen kleinen Mitbringseln, selbst gemachten Pralinen oder ausgefallenen Kleidern. Zur Zeit des Tulpenfestes kann man sogar an echt niederländischen Traditionen inklusive Folkloretänzen und wunderbarem Blumenschmuck teilhaben.
Einziger Wehrmutstropfen: Ein Geheimtipp ist das holländische Viertel nicht gerade. Zu kaum einer Jahreszeit kann man wirklich in Ruhe oder gar allein durch die kleinen Gassen schlendern. Aber auch das ist ja irgendwie typisch holländisch, denn wann fährt man schon einmal in die Niederlande ohne von jeder Menge anderer deutscher Touristen dabei gestört zu werden?