Cottbus

05. Juli 2011

Die zweitgrößte Stadt im Land Brandenburg ist mit derzeit knapp über 100 000 Einwohnern Cottbus an der Spree. Sie ist eine kreisfreie Stadt und eines der nunmehr vier Oberzentren im Bundesland Brandenburg. Die anderen drei sind Potsdam, Frankfurt an der Oder und die Stadt Brandenburg. Cottbus gilt auch als kulturelles und politisches Zentrum der in der Niederlausitz lebenden sorbischen Minderheit. Das Stadtgebiet nimmt eine Fläche von mehr als 160 Quadratkilometern ein. Cottbus befindet sich etwa im Dreieck der Städte Berlin, Dresden und Zielona Gora in Polen und ist von diesen jeweils rund 100 km entfernt. Die Stadt liegt auf dem Gebiet des Landkreises Spree-Neiße und wird von diesem vollständig umschlossen.

Die Siedlungsgeschichte von Cottbus kann im Gebiet der jetzigen Altstadt bis auf etwa 2000 Jahre zurück verfolgt werden. Schon im 3. und im darauf folgenden 4. Jahrhundert siedelten sich hier germanische Stämme an. Etwa 200 Jahre später sickerten aber auch slawische Stämme ein, so dass es schon zeitig zu einer Vermischung kam. Letztere erbauten an den Ufern der Spree einen slawischen Burgwall. In dessen Schutz siedelten sich darauf hin die Wenden an, deren Siedlung bereits frühstädtische Züge aufwies. Allerdings wurde Cottbus als Stadt erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich erwähnt.

Seinen wirtschaftlich größten Aufschwung erlebte Cottbus zu Zeiten der DDR als Mittelpunkt der Kohle und Energiewirtschaft. Die im näheren und weiteren Umkreis gelegenen Braunkohletagebaue wie Schlabendorf, Seese, Greifenhain, Welzow, Jänschwalde oder Cottbus-Nord versorgten die Braunkohlekraftwerke Lübbenau, Vetschau und Jänschwalde mit Brennstoff. Die Beschäftigten der Tagebaue und Kraftwerke mussten natürlich untergebracht werden und es entstanden neue Wohnsiedlungen beträchtlichen Ausmaßes. In Cottbus selbst wurden damals ganze Stadtteile aus dem Boden gestampft. So entstand im Süden von Cottbus der Stadtteil Sachsendorf und im Norden wurde dem bereits vorhandenen Stadtteil Schmellwitz ein eigenständiges Neubaugebiet hinzu gefügt. In den 80 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erreichte die Zahl der Einwohner die Marke von 100 000. Cottbus wurde damit zur Großstadt. Da die Kraftwerke und Tagebaue nach der deutschen Wiedervereinigung überwiegend geschlossen wurden, ist die Einwohnerzahl rückläufig.

Die Innenstadt von Cottbus gewann wieder eine größere Bedeutung. Sehr schön restauriert wurden nun auch die Gebäude um den Altmarkt und die Bürgerhäuser in der Spremberger Straße und in der Bahnhofstraße. Cottbus war und ist eine fußballbegeisterte Stadt. Der im Stadion der Freundschaft spielende FC Energie war über lange Jahre immer wieder in der 1. Bundesliga vertreten und fungiert, nachdem er nun in der 2. Liga spielt, gern einmal als Pokalschreck für höherklassige Mannschaften.

Schlabetal – Ein kleines Paradies mitten in Brandenburg

04. März 2011

„Ich fühl mich so Brandenburg“ sagen die einen und meinen damit nichts Gutes. Doch wer sich einmal ernsthaft in Brandenburg umsieht, der wird viele kleine Schätze finden, für die sich eine Reise nach Brandenburg jederzeit lohnt. In landschaftlicher Hinsicht ist das Schlabetal einer dieser Schätze, der Augen leuchten und Herzen höher schlagen lässt.
Nicht mal eine Autostunde von Berlin entfernt, liegt dieses herrliche Bachtal, etwa auf halbem Wege von Frankfurt nach Cottbus. Hier findet man alles, was ein gestresstes Herz begehrt und wer schon entspannt ist, wird sich hier erst recht wohl fühlen. In nahezu unberührter Natur können Sie die Seele baumeln lassen, verschiedenen, sportlichen Freizeitmöglichkeiten nachgehen oder die vielen, zum Teil seltenen Tier beobachten, die in diesem kleinen Paradies ein zu Hause gefunden haben.
Besonders im Sommer stellt das Schlabetal einen idealen Urlaubsort für Jung und Alt dar, da die vielen Seen der Umgebung das Schlabetal auch zum perfekten Ziel für einen Badeurlaub machen. Doch auch wenn die Temperaturen das Baden im See noch nicht oder nicht mehr zulassen, kann man am See seine Freude haben. Denn sowohl mit dem Segel- als auch mit dem Ruderboot kann man sich auf den verschiedenen Seen wunderbare Stunden machen.
Wenn aber das Wasser einfach nicht Ihr bevorzugtes Element ist, gibt es im Schlabetal auch jede Menge andere Möglichkeiten sich zu entspannen oder aber endlich mal wieder richtig aktiv zu werden.
Erkunden Sie die Gegend doch auf dem Fahrrad. Durch das gesamte Bachtal führen gut befahrbare und prima ausgeschilderte Radwege. Über schlechte Buckelpisten und widersprüchliche oder gar fehlende Schilder braucht man sich hier zum Glück nicht zu ärgern. Und auch, wer lieber wandert, findet dazu im Schlabetal reichlich Gelegenheiten, denn auch die Wanderwege durch das Bachtal können sich wirklich sehen lassen und ermöglichen herrliche Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen.